Unsere Reisevehikel Genty & Jeep

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21. November 2010

089 - Quartzsite, AZ

AllesGute hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Nach zwei Wochen Yuma verabschiedeten wir uns am Freitag (19.11.10) von unseren Nachbarn und fuhren Richtung Norden. In Yuma tankten wir noch auf. Bei dieser Gelegenheit stellten wir fest, dass unser Slideout selbständig ein paar Zentimeter herausgefahren ist. Das ist bisher noch nie passiert. Wir waren gerade neben unserer Werkstatt (RV Masters) und entschieden uns, kurz bei Jerry vorbeizuschauen. Dort wurde festgestellt, dass wir zuwenig Hydraulikflüssigkeit im System hätten. Diese wird für den Slideout und die Levelers gebraucht. Ein Arbeiter füllte etwas nach (oder tat wenigstens so) und wir machten uns wieder auf die Piste. Schon nach ein paar Meilen stellten wir überrascht fest, dass sich der Slideout wieder selbständig gemacht hat. Diesmal war er noch weiter draussen als vorher und der Alarm für zuwenig Hydraulikflüssigkeit ging auch wieder los. Umkehren mochten wir aber nicht mehr, so fuhren wir vorsichtig weiter bis nach Quartzsite. Unterwegs mussten wir noch zweimal anhalten und den Slideout wieder ganz einfahren.

In Quartzsite bezogen wir einen Platz in einem der zahlreichen Drycamping Gebiete. Quartzsite ist die Hauptstadt der Drycamping RV Welt. Im Winter stehen in der Gegend um Quartzsite Tausende von RVs. Hauptsaison ist der Januar, wenn nebst den zahlreichen Flohmärkten noch nacheinander eine RV-Messe, die grosse Stein- und Edelstein-Messe und eine Classic Car Show stattfinden. Im Januar sind über 50'000 RVs in Quartzsite.

Wir telefonierten mit dem RV Doctor in Las Vegas und besprachen das Problem betreffend Slideout. Der Service-Mann erkannte das Problem und empfahl, das Reservoir ganz aufzufüllen und vorsichtig nach Las Vegas zu fahren. Vermutlich hätten wir ein Leck. Wir vereinbarten einen Termin für nächste Woche zur Kontrolle und allenfalls Reparatur.

Wir machten noch eine erste Rundfahrt um Quartzsite und stellten fest, dass die meisten Marktstäne noch nicht in Betrieb waren, einige Flohmärkte waren aber schon offen. Zum Znacht kehrten wir im "Grubstack" ein, wo jeden Freitag das berühmte "Fish & Chips" Essen stattfindet. Dazu gibt es über 20 verschiedene Biere vom Fass. Obwohl man noch gratis Nachschlag hätte haben können, hatten wir mit der ersten Portion mehr als genug.

Wieder "zu Hause" mussten wir die Verdauung mit einem Schnaps anregen.



Am Samstag (20.11.10) füllten wir zuerst die am Vorabend gekaufte Hydraulikflüssigkeit in das Reservoir. Zu unserem Erstaunen, war dieses komplett leer und die ganze Flasche konnte problemlos eingefüllt werden. Dann besuchten wir den ganzen Nachmittag die verschiedenen Markt-Stände in Quartzsite. Am Abend gab es ein Steak vom Grill mit Gemüse und Salat. Danach liessen wir den Tag an einem Lagerfeuer (mit mitgebrachtem Holz) ausklingen.


Am Sonntag (21.11.10) - besuchten wir noch einmal den Markt und verbrachten einige Zeit bei Gem World, einem der Grossisten für Steine, etc, der bereits offen war. Leider kommen die meisten Stein-Händler erst im Januar. Wir konnten trotzdem ein paar Sachen einkaufen. Dann machten wir noch einen längeren Spaziergang in der Wüste. Das Wetter war eher bedeckt und es wurde merklich kühler, auch kam Wind auf. (max. 20C). Nach dem Nachtessen genossen wir trotzdem noch einmal ein Lagerfeuer mit dem restlichen Holz. Während wir ums Lagerfeuer sassen, schaute uns das "Höhenfeuer" (der Mond für Nicht-Insider) ebenfalls zu.


Föteli von Quartzsite gibt es hier.


Position:
33.7095N 114.2143W 857 ft

18. November 2010

088 - Imperial Dam

 Am Dienstag (16.11.10) besorgte Marianne den Haushalt während Chrigel zum letzten Mal zum Zahnarzt nach Algodones fuhr. Für den Abend bereitete Marianne eine ausgezeichnete Kürbis-Suppe zu.


Am Mittwoch (17.11.10) machten wir einen Ausflug bestehend aus einer 80 Meilen Rundfahrt in den Norden von Yuma. Links und rechts der Hauptstrasse US-95 liegt der US Army Proving Ground, wo neue Waffensysteme getestet werden. Nach der Abzweigung zum Imperial Dam sind ein paar Panzer und schwere Waffen als Museum ausgestellt. Der Imperial Dam ist der südlichste und letzte Damm am Colorado River. Hier werden 90% des hier noch ankommenden Wassers in drei Kanäle umgeleitet. Die restlichen 10% fliessen dann als grösseres Rinnsal südlich von Yuma nach Mexiko. Die drei Kanäle stellen das Wasser den riesigen Gemüseplantagen in der Gegend und weit nach Kalifornien hinein zur Verfügung.

Auf der kalifornischen Seite des Colorado Rivers um den Imperial Dam gibt es eine relativ grosse LTVA (Long Term Visitors Area). In diesem Gebiet hat es hunderte von Snowbirds in RVs, die hier in der Wüste den Winter verbringen. Sie haben keinerlei Anschlüsse. Strom wird meistens mit Sonnenenergie produziert. Wasser und Abwasser werden bei der Dumpstation mit mobilen Tanks ausgetauscht. Viele dieser Snowbirds bleiben den ganzen Winter hier und bewegen ihren RV kein einziges Mal. Ein ganz spezielles Leben.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch eine Dattelplantage in Bart und genehmigten uns noch einmal einen ausgezeichneten Dateshake. Zurück im RV Park fand gerade eine Happy Hour bei unseren Nachbarn Mich und Michelle statt. Bei einer RV Happy Hour bringt jeder einen Stuhl und ein Getränk und man sitzt im Kreis, stellt sich gegenseitig vor und es werden Geschichten und Witze erzählt. Wir blieben bis nach dem Sonnenuntergang, als es kühler wurde.

Am Donnerstag (18.11.10) besuchten wir zum letzten Mal den Arizona Market. Dann wurden Gemüse, Früchte und andere Lebensmittel eingekauft. Am Abend räumten wir auf, weil wir morgen weiterfahren. Im RV Park hat es jetzt Kolibris, die vom Norden hierher zum überwintern kommen.


Föteli von den letzten drei Tagen in Yuma gibt es hier.

Position:
32.55916N 114.5824W 192 ft

15. November 2010

087 - Yuma's Umgebung

Wir versuchen, jeden Tag etwas zu unternehmen. Am Samstag (13.11.10) fuhren wir zuerst nach Foothills (Teil von Yuma) und besuchten einen "Park and Sell" Platz, wo Privatleute ihre Fahrzeuge zum Verkauf anbieten. An einem Gemüsestand kauften wir schöne Früchte und Gemüse. In den nahen Hügeln machten wir eine kleine Wanderung in der Steinwüste.

Von dort fuhren wir zur Nordseite von Yuma und sahen weite maschinell bearbeitete Landflächen, wo Salat und Gemüse angebaut wird. Der Boden ist Schwemmland vom Colorado River, das über hunderttausende von Jahren hier abgelagert wurde. Der Boden wird maschinell bearbeitet (sieht aus wie mit dem Masstab) und das ganze Jahr künstlich bewässert. Bei Marthas Garden genossen wir den bekannten Dates-Shake (Vanilleglace mit Datteln). Die Familie hat eine Dattelfarm und wir kauften ein paar sehr schöne Medjool Datteln.


Am Sonntag (14.11.10) machten wir einen grösseren Spaziergang um den RV Park. Wir sind hier weit im Süden von Yuma nahe der mexikanischen Grenze. Früher wurde hier Landwirtschaft betrieben, eine Bewässerungsanlage steht noch, ist aber nicht mehr in Betrieb. Daneben hat es einen sehr verlotterten Bauernhof mit ein paar Tieren. Alles sieht sehr ärmlich und verwahrlost aus. In dieser Gegend hat es sehr viele Zitrus-Plantagen, meistens Zitronen. Die Ernte steht kurz bevor. Zwei Zitronen nahmen wir mit und konnten sie sehr gut beim zubereiten unseres Fisch-Nachtessens gebrauchen.


Am Montag (15.11.10) war noch einmal ein Besuch in Algodones angesagt. Chrigel ging noch einmal zum Zahnarzt. Anschliessend besuchten wir den Markt und kauften ein paar Souvenirs. Im Dorf gibt es einen grossen Platz als Gartenwirtschaft umgeben von Souvenirständen. Eine Life-Musik spielt mexikanische Musik und den vielen Snowbirds gefällt es hier. Auch wir haben ein paar Drinks genossen (ausgezeichnete Margaritas, etc) mit Chips und Salsa und erfreuten uns an einem Shrimp Coctail nach mexikanischer Art, der ausgezeichnet schmeckte. Wieder zurück auf unserem RV Park brauchten wir kein Nachtessen mehr. Es ist wieder etwas wärmer geworden, so konnten wir am Abend noch unsere Nachbarn besuchen und plaudern (Mitch und Michelle mit Dogi Emma aus Minnesota).



Ein paar Föteli gibt es hier.


Position:
32.55916N 114.5824W 192 ft