Unsere Reisevehikel Genty & Jeep

Unsere Reisevehikel Genty & Jeep

4. November 2010

083 - Reparaturen beendet - Wir bleiben in Yuma

Am Donnerstag (4.11.10) übergaben wir den Genty kurz nach 8 Uhr Braulio, dem Mechaniker von Southeast Diesel. Er begann sofort, das defekte Teil (Hochdruck Oel-Leitung) auszubauen. Er machte diese Arbeit in unserem Schlafzimmer, unter der Matratze liegend, wo er besseren Zugang zum Oberteil des Motors hatte. Dieser Vorgang war nicht so einfach und dauerte über eine Stunde.
Um 10 Uhr verliessen wir die Werkstatt mit dem Jeep. Im neuen Yuma Inside Market war heute Eröffnung. Viele Händler haben vom Arizona Market zu diesem Markt gewechselt oder hier eine Filiale eröffnet. Die Eröffnung war um 10 Uhr und als wir ankamen, um ca. 10.15 war die Halle, ein früheres Warenhaus, schon voller Leute. Wir haben nicht allzu viel interessantes für uns gefunden und verliessen den Markt nach einer guten Stunde und fuhren zum "alten" Arizona Market. Hier waren etwas über die Hälfte aller Stände seit Sonntag bezogen worden. Allerdings vermissten wir die beiden ganz grossen Händler, die in vergangenen Jahren alles Mögliche und Unmögliche für den RVer anboten. Dafür waren mehrere Gemüsehändler anwesend. Wir kauften ein paar Teile für den Genty und Gemüse zu günstigen Preisen.

Um ca. 14 Uhr waren wir zurück in der Werkstatt und erfuhren, dass die Reparatur erledigt sei und der Service fast beendet. Die Rechnung war schon bereit und wir bezahlten sofort. Mechaniker und Chef erhielten je noch ein Schweizer Taschenmesser (jeder, der am Genty Reparaturen vornimmt, erhält ein Victorinox-Taschenmesser von uns) , dann verabschiedeten wir uns noch von Jerry, unserem Gastgeber der letzten Tage. Er erhielt noch ein grosses Sackmesser.

Mit beiden Fahrzeugen separat fuhren wir die paar Meilen zum Fortuna de Oro RV Park, wo wir vor 2 und 3 Jahren schon waren. Wir waren von diesem Park zwar nie so richtig überzeugt, aber er war ok und der Preis relativ günstig. Wir buchten dann einen Platz für einen höheren Preis als früher. Doch schon bald mussten wir feststellen, dass der uns angebotene Platz in keinem Verhältnis zum Preis stand. Der Teil des Platzes, wo wir früher wohnten, war zudem komplett leer und in lausigem Zustand. Dieser Park ist in den letzten zwei Jahren noch mehr heruntergekommen als er vorher schon war. Wir fuhren gleich zum Büro und verlangten unser Geld zurück. Trotz grossem Schild "NO REFUND" wurde unserem Antrag stattgegeben. Wir fuhren dann zum Southern Mesa RV Park, einem netten, kleinen RV Park ganz im Süden von Yuma, etwas abseits, aber günstig (Passport America mit 50% Rabatt) und richteten uns häuslich ein.


Ein paar Föteli vom Tag gibt es hier.

Position:
32.55916N 114.5824W 192 ft

3. November 2010

082 Yuma history

Für Mittwoch (3.11.10) war die Analyse des Oel-Lecks beim Motor angesagt. Wir haben ebenfalls abgemacht, den Service des Genty schon hier statt erst in Las Vegas vorzunehmen. (Wir haben einen sehr guten Eindruck von Southeast Diesel, unserer Werkstatt). Weil wir nicht noch einmal einen ganzen Tag in der Werkstatt verbringen wollten, haben wir einen Ausflug in die Geschichte von Yuma unternommen.

Zuerst sammelten wir Informationen beim lokalen Visitor Center, dann spazierten wir im Yuma Quartermaster Depot State Historic Park und besichtigten das Museum. Anschliessend statteten wir dem auf der anderen Seite des Colorado River liegenden Yuma Territorial Prison State Historic Park einen Besuch ab. Informationen über diese beiden Parks gibt es bei den beiden obigen Links.

Dazwischen besuchten wir das Zentrum von Yuma, die sogenannte Altstadt. Verteilt auf vier Blocks gibt es eine Mischung von alten und neuen Gebäuden, nicht allzu historisch allerdings. Vor allem aufgefallen ist uns, dass zahlreiche Geschäftslokalitäten leer standen. Die Wirtschaft leidet hier ganz  besonders. Man wartet offensichtlich sehnlichst auf die vielen tausend Snowbirds aus Kanada und dem Norden der USA, die hier den Winter verbringen.

Vom Gefängnis aus sieht man schön auf die zwei alten Brücken über den Colorado River. Die graue Brücke ist Teilstück vom Ocean to Ocean Highway, eine der ersten quer durch den Kontinent führenden Strassen (1915). Die schwarze Brücke ist die alte Eisenbahnbrücke. Yuma ist auch ein bedeutender Standort im Agribusiness, das sehr viele Arbeitsplätze, vor allem im Winter, anbietet.

Am späteren Nachmittag kamen wir zur Werkstatt zurück und wurden informiert, dass man zeitlich im Rückstand sei. Sie hätten sehr lange auf das Reinigungsmittel warten müssen für das Abdampfen des Motors. Das Leck war aber gefunden. Eine Hochdruck-Oel-Leitung ist altersschwach geworden und muss ersetzt werden. Zum Glück war das Teil noch nicht entfernt worden, so dass wir zurück zur anderen Werkstatt gleich nebenan fahren konnten, wo wir wenigstens Strom für die Klimaanlage haben, es ist nämlich in der Zwischenzeit wieder richtig heiss geworden (35C). Hier dürfen wir noch einmal eine Nacht verbringen (Danke Jerry). Am Donnerstag werden dann Reparatur und Service vorgenommen.


Die Föteli vom Tag gibt es hier.


Position:
32.67099N 114.5777W 201 ft

2. November 2010

081 - Reparaturen in Yuma, AZ

Am Montag (1.11.10) waren zwei Reparaturen angesagt. Ab 8 Uhr waren wir bereit. Im März haben wir hier in Yuma die Dichtungen des Slideouts neu machen lassen. Die obere Dichtung hat sich vor einiger Zeit abgelöst. In letzter Zeit haben wir auch ein Leck beim Generator festgestellt. Für die Lösung dieses Problems war der ansässige Onan Service Center zuständig, hatten wir doch im März den Service machen lassen.

Der Werkstatt-Chef hat sich entschieden, die Dichtung diesmal statt zu leimen, anzuschrauben. Dies wurde von einem Arbeiter erledigt und erfolgreich getestet. Leider hatte der Onan Service eine ganze Schlange von anderen RVs, so dass wir warten mussten. Am Nachmittag hat der Arbeiter noch versucht, die etwas schräge Sonnenstore (Awning) zu korrigieren. Leider war er etwas ungeschickt und die Sache wurde schlimmer statt besser. Bei einem der Tests ist dann noch der Motor "ausgestiegen". Dies war der Moment, mit dem Chef ein Wörtchen zu reden. Eine Rücksprache mit dem Hersteller hat ergeben, dass der Motor wahrscheinlich überhitzt war und sich automatisch abstellt. Wir sollten einfach abwarten. Mittlerweile war es 4 Uhr geworden und wir bereiteten uns auf eine weitere Nacht vor der Werkstatt vor.

Am Abend fuhren wir noch in die Stadt zum einkaufen. Es wurde auch ziemlich heiss und wir machten nur noch einen grossen gemischten Salat zum Znacht.

Position:
32.671N 114.5777W 202 ft



Am Dienstag (2.11.10) haben der Werkstattchef Jerry und Chrigel mit Hilfe des Awning-Handbuches noch einmal versucht, diesen zu richten. Der Motor hatte sich soweit erholt, dass er wieder lief (zum Glück), doch die Reparatur gelang nicht und wir verzichteten darauf, weiter zu "basteln".

Mittlerweile schaute sich der Onan Service Mann das Leck am Generator an und stellte sofort fest, dass es ein Diesel-Leck war. Der austretende Treibstoff vermischte sich mit Oelresten vom Oelablass und war deshalb dunkel. Das Leck war beim Treibstoff-Anschluss an den Filter, der im März beim Service ausgewechselt wurde. Dies sei eine Schwachstelle des Generators, der Service Mann übernahm aber die Verantwortung und die Reparatur kostete nichts.

Die Reparatur der Sliedeout-Dichtung wurde ebenfalls "unter Garantie" erledigt und für uns kostenlos. Da die Reparatur des Awnings nicht gelang, bezahlten wir auch dafür nichts.

Damit waren wir bei diesen beiden RV-Werkstätten fertig. Weil beim Reifenwechsel vor ein paar Wochen ein Leck beim Differential festgestellt wurde, liessen wir dieses beim Southeast Diesel im gleichen Gebäude kontrollieren. Es wurde festgestellt, dass eine Dichtung zwischen Differential und Kardanwelle defekt war und ersetzt werden musste. Dabei handelt es sich nicht um eine einfache Dichtung, sondern um eine Art Lager. Das Teil war aber in Yuma erhältlich und um 15 Uhr war die Reparatur erledigt.

Bei der Reparatur wurde aber festgestellt, dass der Motor erhebliche Mengen Oel verliert. Das Problem muss in den letzten paar Tagen entstanden sein. Für die Analyse muss der Motor abgedampft und dann das Leck repariert werden. Diese Arbeit muss von innen vorgenommen werden, d.h. vom Schlafzimmer. Der Motor befindet sich genau unter unserem Bett. Wir haben uns entschlossen, diese Arbeit am Mittwoch machen zu lassen.

Wir durften also noch einmal auf unser Plätzli vor der anderen Garage fahren (wo wir Strom haben). Wir konnten auf dem Areal auch Grey-water dumpen und Frischwasser auftanken, so dass wir wieder für ein paar Tage ausgerüstet sind.

Weil heute Wahltag ist in Amerika haben wir den ganzen Nachmittag und Abend TV gesehen. Zum Nachtessen gab es ein schönes Steak mit grillierten Tomaten und Salat. Wir mussten den Znacht und den Aerger wegen dem neuen Problem mit einem neu entdeckten Cabernet aus Chile (Lucky Duck vom Wal-Mart) herunterspülen.

Ein paar Föteli von den Reparaturen gibt es hier.

Position:
32.67102N 114.5777W 249 ft
(Die Höhendifferenz zum Vortag kommt vermutlich von der Barometer-Differenz - wir lesen diese Zahl von unserem GPS ab)